«Die Minipigs haben den Boden gut durchwühlt»

Im Goetheanum-Gartenpark waren neu Minipigs zu Gast

Dass im Goetheanum-Gartenpark Kühe und Schafe weiden, daran haben sich die Besucherinnen und Besucher gewöhnt. Erstmals setzten die Gärtnerinnen und Gärtner auch Minipigs ein.

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Kühe auf dem Gelände des Goetheanum-Gartenparks (Foto: Sebastian Jüngel)

Wie sehr Tiere das Leben um das Goetheanum herum bereichern, zeigen alljährlich die Besucherinnen und Besucher des Goetheanum-Gartenparks. Sie bleiben stehen und beobachten die Kühe beim Grasen und Wiederkäuen. Oder sie erfreuen sich an den frisch geborenen Jungtieren.

Erstmals waren ab Ende März zwei Minipigs für vierzehn Tage auf dem Gelände. Schnuffi und Fleckli von der Rudolf-Steiner-Schule Birseck befreiten ein Beet von den Wurzeln der Acker-Gänsedistel (Sonchus Avensis). Ob das gelungen ist, vermag Paul Pieterse indes noch nicht zu sagen. Der für die Tierhaltung am Goetheanum Zuständige weist auf die Erde: «Die Minipigs haben den Boden gut durchwühlt. Wie nachhaltig ihr Einsatz war, sehen wir erst in ein paar Wochen.»

Bewährt hat sich der Einsatz der fünf Engadiner Bergschafe. Sie wurden im letzten Jahr eingesetzt, um die Wiesen feiner abzufressen, als es die Kühe zu tun vermögen. Außerdem beweiden sie schwierige Standorte wie Hänge und helfen dabei, den Bewuchs von Brombeeren zu minimieren. «Sie fressen dabei bevorzugt die Blätter, wir Menschen müssen dann noch etwas nachhelfen», ergänzt Paul Pieterse verschmitzt. Anfang Mai werden die trächtigen Tiere ihre Lämmer zur Welt bringen. In der Regel sind es zwei Jungtiere pro Mutterschaf.

Nun sind auch die Kühe wieder auf der Weide. Neben dem Kurzhalten der Wiesen dient ihr Mist für die Düngung des Gemüses der Goetheanum-Gärtnerei.

Der Einsatz von inzwischen drei Haustierarten zeigt, dass die Goetheanum-Gärtnerei aufgeschlossen ist, das Gelände nicht nur zu beleben, sondern auch die Mithilfe von Tieren zur Pflege des Gartenparks unter immer wieder neuen Aspekten zu erproben.